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Anwendungen

Anwendungen sind Softwarelösungen, die auf IT-Systemen betrieben werden – von einfachen Office-Programmen bis hin zu komplexen Unternehmensanwendungen oder Webservices.
Sie stellen oft zentrale Funktionen für Geschäftsprozesse bereit.


Allgemeine Angaben

Diese Felder gelten für alle Ressourcentypen:

  • Bezeichnung der Ressource (Pflichtfeld)
  • ID (optional)
  • Status (optional)
  • In Prozessen auswählbar (Ja/Nein)
  • Verantwortliche Person

Spezifische Eigenschaften

Für den Typ Anwendung sind folgende Angaben erforderlich:

  • App-Typ
    (z. B. Office-Produkt, Webanwendung, Mailserver, Active Directory, Datenbank, SAP-System usw.)
    Der App-Typ wird zentral an der zugehörigen Software gepflegt und auf jede Installation (Anwendung) übertragen – auf der Anwendung selbst ist er nur noch anzeigbar.

  • Recovery Time Actual (RTA)
    Tatsächliche Wiederherstellungszeit im Format 30i, 3h, 2d, etc.
    (Erlaubte Einheiten: Sekunden (s), Minuten (i), Stunden (h), Tage (d), Wochen (w), Monate (m))


Software und Anwendung

Eine Anwendung ist immer die konkrete Installation (Anwendung) einer Software – dem zugrunde liegenden Produkt (z. B. „Apache 2.0", installiert als „Apache 2.0 auf Webserver-01"). Die Software pflegt produktgebundene Angaben (aktuell: der App-Typ) zentral; sie werden automatisch auf jede Installation (Anwendung) übertragen. Eine Software selbst hat keinen eigenen Schutzbedarf und wird nicht in der Prozesserfassung referenziert – der Schutzbedarf entsteht immer auf Ebene der Installation (Anwendung).

Beim Anlegen einer Anwendung wählen Sie eine bestehende Software als Grundlage oder legen automatisch eine neue an; bei einer erkannten Namens- oder Wortähnlichkeit schlägt grcproxy passende Kandidaten vor – die Entscheidung zwischen Wiederverwendung und einem eigenständigen Produkt treffen Sie dabei stets bewusst selbst.

Mehr zur Software als eigenständigem Ressourcentyp finden Sie unter Software; alle eingesetzten Produkte samt ihrer Installationen (Anwendungen) im Software-Inventar.


Verknüpfung mit dem Trägersystem

Jede Anwendung wird über die Beziehung „läuft auf" mit dem IT-System verbunden, auf dem sie betrieben wird (z. B. ein Server oder ein virtualisiertes System). Eine Anwendung hat dabei höchstens einen Träger – ein weiterer Verknüpfungsversuch wird mit einer fachlichen Meldung abgelehnt, damit die Zuordnung eindeutig bleibt.

In Ressourcenlisten, Verknüpfungs-Dialogen und der Prozesserfassung erscheint eine Anwendung dadurch zusammen mit ihrem Träger im Namen (z. B. „Apache 2.0 auf Webserver-01"), ohne dass der Träger im gespeicherten Namen selbst steht. Über diese eindeutige Trägerzuordnung vererbt sich der Schutzbedarf der Anwendung an das jeweilige IT-System – mehr dazu unter Vererbung und Abhängigkeiten.

Cloud- und SaaS-Anwendungen ganz ohne eigenes IT-System (z. B. Microsoft 365 oder eine gehostete Webanwendung) benötigen keine Trägerverknüpfung.


Wiederverwendung & Referenzen

Anwendungen können in mehreren Prozessen eingebunden und zentral gepflegt werden.
Dadurch wird die Nachvollziehbarkeit technischer Abhängigkeiten deutlich vereinfacht.


Hinweis zur Erfassung

Anwendungen können manuell erfasst oder über den CSV-Import eingespielt werden.
Mehr zum Ressourcenimport