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Business Impact Analyse (BCM)

Die Business Impact Analyse (BIA) bewertet die Auswirkungen von Prozess- und Ressourcen-Ausfällen auf die Organisation. Sie legt die maximal tolerierbaren Ausfallzeiten (MTPD) fest und priorisiert damit Maßnahmen im BCM. Die BIA liefert die inhaltliche Grundlage für die Anforderungen der NIS2-Richtlinie (EU 2022/2555) nach Art. 21 lit. c, der Business Continuity Management, Backup-Management und Notfallwiederherstellung explizit als Pflichtmaßnahmen für betroffene Einrichtungen vorschreibt.


Inhalte und Berichte​

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Berichte und Darstellungen, die Ihnen einen umfassenden Überblick über die BIA-Ergebnisse geben:

  • Schematische Ansicht
    Eine interaktive grafische Darstellung der Prozess- und Ressourcenabhängigkeiten. Sie hilft, kritische Verknüpfungen und potenzielle Engpässe visuell zu erfassen.

  • MTPD-Bericht
    Zeigt für jeden Prozess und jede Ressource die berechneten maximal tolerierbaren Ausfallzeiten auf Grundlage der Schadensbewertungen an. Dieser Bericht ist entscheidend für die Priorisierung von Maßnahmen im BCM.

  • BIA-Auswertung
    Fasst die Schadensbewertungen der einzelnen Schadenskategorien und Zeitspannen zusammen und macht kritische Schwachstellen sowie Risiken übersichtlich sichtbar.

  • Ressourcen-spezifische BIA Berichte
    Detaillierte Berichte für einzelne Ressourcentypen, z. B. Informationstechnik, Personal oder Dokumente, zur gezielten Betrachtung und Analyse.

  • Prozessmap
    Stellt die Geschäftsprozesse mit ihren Abhängigkeiten grafisch dar, um Auswirkungen von Ausfällen und deren Vernetzung besser zu verstehen.

  • SPoF-Register
    Identifiziert Single Points of Failure in Prozessen und Ressourcen, um gezielt Maßnahmen zur Risikominimierung abzuleiten.


Nutzungshinweis​

Die BIA basiert auf den im Rahmen der Prozesserhebung erfassten Schadensbewertungen der Prozesse und Ressourcen über definierte Zeitspannen. Die Vererbung der Kritikalitäten entlang von Prozess- und Ressourcenabhängigkeiten erfolgt automatisch und sorgt für konsistente Bewertungen.

Regelmäßige Überprüfung und Anpassung sind essenziell, um veränderte Rahmenbedingungen korrekt abzubilden.